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Taizé-Gebete

Für eine wohltuende Stunde lang der Wüste des Alltags entfliehen

Junge Christen aus unserer Pfarreiengemeinschaft laden von Zeit zu Zeit zum Taizé-Gebet ein – Eine „Offerte zur spirituellen Atemübung“
„Es macht die Wüste schön“, sagte der kleine Prinz, „dass sie irgendwo einen Brunnen birgt.“ Der gläubige französische Flieger-Poet Antoine de Saint Exupéry lässt diesen nachdenklich-hoffnungsfrohen Gedanken seinen unsterblichen kleinen Prinzen (im gleichnamigen Werk) gegenüber seinem Freund, dem Fuchs, aussprechen. Ähnliches mag dem Gründer der ökumenischen Brudergemeinschaft von Taizé, Frère Roger Schütz, durch den Kopf gegangen sein, als er ein Jahr nach Beginn des Zweiten Weltkriegs als blutjunger Mann seine Schweizer Heimat verlässt, um im südburgundischen Taizé inmitten der Wüstenei des barbarischen Krieges und der verhärteten Herzen Stille, Frieden, befreiende Einfachheit und Gottes Gegenwart zu suchen. Von ähnlicher Sehnsucht erfasst, besuchen jährlich Tausende junger Menschen aus aller Welt die „Communauté de Taizé“, um aus dem reichen Brunnen spiritueller Selbsterfahrungen zu schöpfen. Wer einmal in Taizé gewesen ist und im Beisein der Brüder den Gleichklang von Gebet, Gemeinschaft und Glauben geatmet hat, der hat – wenn er schon nicht erneut ins Burgundische reisen kann – das Bedürfnis, sich in der „Wüste seines Alltags“ von Zeit zu Zeit wenigstens eine kleine Oase der Stille zu schaffen, die an Taizé erinnert. Einen besonderen Platz, auf dem man in besonderer Weise eins ist mit Gott – und mit sich selbst!

Schon vor Jahren sind gläubige junge Christen aus unserer Pfarreiengemeinschaft auf die Idee gekommen, sich von Zeit zu Zeit ihr Stück „Taizé vor Ort“ einzurichten und sich in der Jugend eigenen Weise in Gebet, Meditation, Gesang zu versammeln. Das Schöne daran: Zwar bleiben Jugendliche von Natur aus gerne „unter sich“. Doch ausdrücklich richten die jungen Taizé-Freunde von „Ka-Ju-Wa-Di-Fri“, von der Katholischen Jugend Wadgassens, Differtens und Friedrichweilers, ihre „Offerte zur spirituellen Atemübung“ auch an Erwachsene. Am Vorabend des Fronleichnamsfestes war es wieder soweit – und tatsächlich kam auch eine Reihe von Erwachsenen, um in der Differter Pfarrkirche gemeinsam mit den Jugendlichen der Pfarreiengemeinschaft und ihrer Gemeindereferentin Susanne Zengerly zu beten, zu musizieren und zu meditieren. Achten Sie doch einmal im Pfarrbrief auf die von Zeit zu Zeit erfolgenden Einladungen der hiesigen Taizé-Freunde! (hk)
 

Die ökumenischen Abendgebete mit Gesängen aus Taizé finden im Wechsel mit der Vorabendmesse alle 14 Tage im Altarraum der Pfarrkirche statt - alle sind herzlich eingeladen!

 

Taizé-Gebet und Oyak-Treffen
Was Taizé-Gebete sind, weiß fast jeder, aber was „Oyak“ ist, wissen nur diejenigen, die schon mal in Taizé waren. In Taizé gibt es verschiedene Bereiche. Mittelpunkt ist die große Kirche, in der dreimal täglich die Gebete stattfinden. Es gibt einen großen Bereich, in dem die Unterkünfte der Jugendlichen sind. In einem weiteren Bereich gibt es etwas zu essen. Dann gibt es noch den Stillebereich und es gibt das „Oyak“. Dort gibt es so etwas wie einen Kiosk, der mehrmals am Tag für kurze Zeit geöffnet ist. Dort kann man Getränke kaufen, etwas Kleines zu essen und allerlei Nützliches wie Taschentücher, Batterien, usw. Nach dem Abendgebet ist in Taizé Nachtruhe. Wer sich noch gerne unterhalten möchte oder Musik machen will, trifft sich am „Oyak“. Dort ist auch irgendwann Nachtruhe, aber bis dahin kann man hier viele Leute kennen lernen und ins Gespräch kommen. Viele Jugendliche, die in Taizé waren, vermissen hier dieses Zusammensein. Deshalb haben wir auf der Rückfahrt von Taizé überlegt, dass wir uns gerne einmal im Monat treffen würden. Am 2. Sonntag im Monat wollen wir uns um 19.00 Uhr zu einem Taizé-Gebet in der Wadgasser Kirche und anschließend zum „Oyak“ im Pfarrheim treffen. Alle sind herzlich eingeladen, vor allem die Taizé-Fahrer. 
 

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