Im Dienst der Kranken
30 Jahre Caritas-Sozialstation Wadgassen/Überherrn (2007)
Die Caritas-Sozialstation Wadgassen und Überherrn besteht seit 30 Jahren. 37
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit 30 Fahrzeugen betreuen täglich mehr als
380 Patienten in den Gemeinden.
Von SZ-Mitarbeiter Heribert
Pfeiffer (Saarbrücker Zeitung,
24. September 2007)
Wadgassen/Überherrn.
Aus dem Straßenbild der beiden Gemeinden Wadgassen und Überherrn sind sie
einfach nicht mehr wegzudenken - die kleinen flotten Peugeots, in rot oder
weiß, mit dem Emblem der Caritas-Sozialstation Wadgassen und Überherm. In
genau 30 Fahrzeugen sind die 37 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dieser
sozialen Einrichtung unterwegs.
Betreut werden täglich mehr als 380 Patienten. Diese Zahlen wurden
mitgeteilt am Rande eines Festabends, mit dem die Sozialstation mit ihrem
Sitz in der Wadgasser Provinzialstraße ihr 30-jähriges Bestehen feierte.
Anne Veith-Zenz vom Diözesan-Caritasverband Trier erinnerte daran, dass die
Mitar-beiter vor 30 Jahren noch zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs waren.
Gunthild Klein, seit über 20 Jahren Leiterin der Sozialstation, verwies
darauf, dass bei allem technischen Wechsel die Zielsetzung stets gleich
geblieben sei, Hilfe zu leisten entsprechend dem christlichen Leitbild im
Umgang mit Patienten und deren Angehörigen. Bei der Bewältigung dieser
Aufgaben, erklärt die Leiterin, sei es für die Sozialstation von nicht hoch
genug einzuschätzendem Wert, dass man auf die stetige Unterstützung der
beiden Fördervereine in Wadgassen und Überherm rechnen könne.
Selbstbestimmtes Leben
Lob, Dank und Anerkennung
ob der Leistung der Station, den pflegebedürftigen Menschen ein weithin
selbstbestimmtes Leben nach ihren individuellen Bedürfnissen zu ermöglichen,
gab es dann bei der anschließenden Laudatio. Mit dabei unter anderem Gerd
Thewes von der Caritas-Geschäftsstelle Saarlouis, Herbert Rupp vom
Förderverein Wadgassen, die Kreisbeigeordnete Edelgard Loris und
Gemeindebeigeordneter Norman Comtesse.

Gunthild
Klein, Edelgard Loris und Gerd Thewes beim Jubiläum.
Foto: see
25
Jahre Caritas-Sozialstation Wadgassen/Überherrn (2002)
Worte des Dankes und der
Anerkennung für in einem Vierteljahrhundert geleistete soziale Arbeit
gab es am Wochenende anlässlich der Feiern zu "25 Jahre
Caritas-Sozialstation Wadgassen-Überherrn", aber auch Lob für
die Krankenpflegevereine in den Gemeinden. Eingeleitet wurde die Jubiläumsveranstaltung
mit einer Messe in der Wadgasser Pfarrkirche, die Pastor Volker Teklik
unter Assistenz von Dechant i.R. Leo Schorr (Altforweiler), Pastor
Joachim Thieser (Altforweiler) und Pastor Eugen Witzel (Überherrn)
zelebrierte. Danach traf man sich zu einer Feier im Heilpädagogischen
Zentrum "Haus Mutter Rosa" in Schaffhausen.
Pfarrerin Andrea
Lermen-Puschke sprach in ihrer Predigt von dem Licht, das die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation in den Alltag der
von ihnen betreuten Patienten bringen. Die christliche Nächstenliebe
sei die zentrale Kraft, aus der heraus sich die Angehörigen der
Sozialstation zu ihrem Dienst verpflichtet fühlten. Schwester
Gunthild Klein, Leiterin dieser sozialen Einrichtung, griff den
Gedanken bei der Begrüßung der Festgäste im
Haus "Mutter
Rosa"
auf. Die Sorge um Kranke, Behinderte und Sterbende sei
Zeugnis des christlichen Glaubens. Wörtlich: "Für unsere Arbeit
kommt die Orientierung am christlichen Menschenbild vor der Diskussion
um Pflegekosten!" Die Station habe einen festen Platz im
Bewusstsein der Bevölkerung. Durch den ständigen Erfahrungsaustausch
der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Zusammenarbeit mit den
Seelsorgern der katholischen und evangelischen Kirche, den
Ehrenamtlichen der Pfarrgemeinden, Ärzten, Altenheimen und Behörden
sei ein ganzheitliches Hilfsnetz im Dienst an den Hilfsbedürftigen
geknüpft worden.
Regionaldekan Helmut
Gammel schätzte Fachlichkeit und Kompetenz, mit der die Mitarbeiter
der Station aus der christlichen Sicht des Menschenbildes ihre Arbeit
verrichteten. Der Geschäftsführer des Caritasverbandes Saarlouis,
Hermann- Josef Niehren, sah sich auch zu herzlichem Dank für die
"vorbildliche Arbeit" verpflichtet.
Auch die Sprecher aus
dem Bereich von Verwaltung und Kommune kamen zu Wort. Landrat Peter
Winter würdigte das rundum komplette Dienstangebot der Sozialstation,
die sich in der Konkurrenz mit den privaten Pflegediensten gut halte.
Er warb nachhaltig für den Beitritt zu den Krankenpflege-Fördervereinen,
da ja nicht ohne Grund die Pflegeversicherung als "nur
Teilkasko" anzusehen sei. Bürgermeister Harald Braun sprach von
der "Wadgasser Erfolgsgeschichte" der Sozialstation; Überherrns
Beigeordneter Alfons Winter zeigte sich von den Leistungen der Station
beeindruckt.
Für den
Krankenpflege-Förderverein Wadgassen schließlich stellte Vorsitzender Herbert Rupp insbesondere
die Verdienste des damaligen Wadgasser Dechanten Leo Schorr, des
Regierungsdirektors Hans Sonnen und des Schatzmeisters Herbert Bach
bei Gründung des Vereins und Zustandekommen der Sozialstation heraus.
Pastor Eugen Witzel vom Überherrner Krankenpflegeverein lobte die
"wunderbare Arbeit" der Station und wünschte sich für die
"Kirche Gottes" eine ähnlich "wunderbare
Vermehrung" der Hilfskräfte, wie sie die Sozialstation seit
ihrer Gründung erfahren habe. Man habe mit drei Mitarbeitern
begonnen, heute seien es 31. Zum Abschluss der Feier durfte Schwester
Gunthild zwei Kuverts entgegennehmen: Der Präsident des Rotary- Clubs
Völklingen, Dr. Peter W. Valentin, sicherte hierbei ebenso wie Hans Mühlen,
Vorsitzender des Roten Kreuzes, Ortsverband Wadgassen, auch weiterhin
ihre Unterstützung zu.
Zum Festgottesdienst
sang der Wadgasser Kirchenchor "Cäcilia", Leitung Wolfgang
Münchow, die Bruckner-Messe, am Festabend spielte Marlo Thinnes
(Klavier) Sonaten von Chopin und Liszt. (Saarbrücker Zeitung vom
17.September 2002)